Sony Xperia Tablet Z2 SGP511

Sony Xperia Tablet Z2 SGP511

Vor dem Test dieses schicken Tablets von SONY habe ich viele Geräte verglichen und Bewertungen gelesen - auch ich fürchtete mich vor dem Touchscreen-Problem, von welchem ja wirklich einige Besitzer berichten. Aufgrund des wirklich superleichten und flachen Designs und der Wasserdichtigkeit habe ich mich trotzdem für das Z2 entschieden. Leider jedoch hatte ich zu beginnt auch das Touchscreen-Problem. Es ist irgendwie nicht störend und irgendwie doch... ABER:

Nach einem (kinderleichten) Update auf die Firmware 17.1.1.A.0.402 über PC-Companion (dürfte inzwischen bestimmt auch schon OTA gehen) ist das TOUCHSCREEN-PROBLEM BEHOBEN! Ich konnte die vorherigen Mängel nicht mehr feststellen.

Beim Stichwort "Mängel" wäre ich auch schon beim nächsten Punkt: Manche berichten von schiefen Display oder Spaltmaßen. Daher habe ich auch mein Gerät genau betrachtet und kann keinen, wirklich keinen derartigen Mangel feststellen. Die Spaltmaße sind überall gleich, keine Lichthöfe auf dem Display, nichts knarscht oder so. Trotz der extrem flachen Bauform wirkt das Tablet fest und stabil.

Das System läuft natürlich ausgesprochen flüssig und Hänger gibt es eigentlich nicht - kein Wunder, bei der potenten Hardware. Dennoch wird das Gerät nie wirklich richtig warm, auch beim Spielen nicht. Allerdings könnte der Touchscreen etwas empfindlicher sein. Er ist nicht träge, versteht mich nicht falsch. Jedoch spricht er nicht unbedingt bei ganz ganz federleichten Berührungen an, wie man es vielleicht vom Smartphone Z2 oder HTC One und Konsorten gewohnt ist. Das könnte SONY noch mit einem Update nachbessern.

Die Haptik ist wie bei SONY üblich sehr hochwertig. Das Gerät mutet wirklich außerordentlich edel an und man fühlt das auch im Gegensatz zu Billigplastik-Konkurrenten. Gerade die moosgummiartige Rückseite ist griffig und edel zugleich, birgt aber auch einen riesigen Nachteil - Fingerabdrücke von der übelsten Sorte. Nicht zu vergleichen mit denen, die auf dem Display entstehen - die sind harmlos und lassen sich mit einem Mikrofasertuch (Tipp, wer es noch nicht weiß) immer restlos wegwischen. Aber die Fingerdorben auf der etwas weichen Rückseite sind so hartnäckig, dass ich sie auch nicht unter Wasser entfernen konnte. Das versaut natürlich das edle Design etwas, weil es immer ein wenig "versifft" von hinten aussieht, da man ja nie wirklich fettfreie Finger hat. Der Rest fühlt sich natürlich auch toll an - an den Seiten ist sogar ein "Metall"-Rahmen angebracht. Ich weiß nicht, ob es tatsächlich Metall ist oder nur so designed - es fühlt sich jedenfalls kalt und metallartig an. Gefällt mir.

Der Akku hält bei sehr lange. Den ganzen Tag am Tablet herumfuchteln und abends dennoch an die 40 % übrig haben ist klasse. Das hat bisher kein getestetes Smartphones geschafft. Nur der Ladevorgang ist mit etwa fünf Stunden außerordentlich lang, wobei man das meist nicht mitbekommt, da man ja eher nachts lädt.

Das IPS-Display finde ich einsame spitze. Weiß ist richtig weiß und schwarz absolut tiefschwarz. So soll das sein. Die Helligkeit ist derart hoch möglich, dass ich es - obwohl bisher bei all meinen Geräten gemacht - gar nicht auf höchster Helligkeit benutze, weil es mir zu hell vorkommt. Schaltet man es nachts im Halbschlaf ein, um bspw. auf die Uhr zu schauen, dann brennt einem das Display ja glatt die Augen weg ;-) Das könnte ein Vorteil draußen bei Sonnenlicht sein (noch nicht getestet). Die automatische Beleuchtungsregelung regelt für meinen Geschmack stets zu dunkel, deshalb deaktiviert.

Abschließend noch was zur KitKat-Eigenheit: Manche Besitzer bemängeln, dass Apps nicht auf die SD-Karte verschoben werden können und auch sonst keine SD-Schreibrechte vorhanden sind. Diese absolut stumpfsinnige Einstellung haben wir Android 4.4 KitKat zu verdanken, genauso wie dem fehlenden Flash (vielen Dank Google, am Ende verbieten wir noch Apps zu installieren, die nicht von Google Play kommen und dann könnten wir ein Apfel-Logo auf unsere Tablets drucken). Dateimanager wie z. B. dem vorinstallierten File Commander können die SD-Karte jedoch beschreiben. Dennoch hat SONY hier etwas geschlafen - man hätte dem Gerät SD-Schreibrechte geben können, so wie SAMSUNG es teilweise tut. Schade, aber vielleicht kommt da nachträglich noch was.

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